Die Vorarlberger Wirtschaft stellt Arbeitsplätze und schafft Wohlstand, Investitionen sichern  Wettbewerbsfähigkeit und  Arbeitsplätze. Das begrüßen wir. Wir sind aber überzeugt, dass die notwendigen Flächen für Betriebsansiedlungen bzw. -erweiterungen in den vorhandenen Betriebsgebieten zu finden sind. Daher fordern wir von der Politik einen behutsamen und weitsichtigen Umgang mit Grünflächen im Sinne ALLER. Denn jeder Quadratmeter, den wir jetzt verbauen, ist für unsere Kinder verloren!

WIR FORDERN EINE NACHHALTIGE

BODENPOLITIK IM SINNE ALLER

...Die Entwicklung im Verfahren

Ursprünglich war die Ansiedlung eines Industriebetriebs geplant, da das Unternehmen laut eigenen Angaben über fünf Jahre hinweg kein Grundstück zur Erweiterung fand. Die Produktionsanlage sollte einstöckig ausgeführt werden. Der dadurch entstehende Flächenbedarf von 4,4 ha wurde von der Wirtschaftsabteilung des Landes als  „plausibel“ beurteilt und akzeptiert. Auf Druck der Bevölkerung und verschiedener Initiativen, ließ sich für das Unternehmen dann doch ein Grundstück direkt neben einer bestehenden Produktionsanlage finden: und siehe da, der Bau wird nun dreistöckig auf einem Drittel der Fläche umgesetzt. Die Aufgabe der Verantwortlichen muss es in Zukunft sein, der Wirtschaft striktere Rahmenbedingungen vorzugeben und Angaben von Unternehmen kritisch zu hinterfragen.

...die unverhältnismäßigkeit

4,5 ha verlorener Landesgrünzone stehen in Weiler 1,5 ha Kompensationsfläche gegenüber! Um die fragwürdige Umwidmung überhaupt zu ermöglichen, muss die Gemeinde Weiler Kompensationsfläche zur Verfügung stellen, was nur zu 1/3 möglich ist. Zudem würde durch die Verwendung der Kompensationsfläche die letzte Möglichkeit der Wohnraumerweiterung in der Gemeinde für die Ansiedlung von Industriebetrieben geopfert.

...DIE EINSEITIGE INTERESSENSVERFOLGUNG DER LANDESREGIERUNG

Aus naturschutz-, raumplanungs-, verkehrsfachlicher und landwirtschaftlicher Sicht liegen klar negative Stellungnahmen zum geplanten Vorhaben vor. Allein die Wirtschaftsabteilung des Amtes der Landesregierung bewertet die Reduzierung von Grünfläche im Sinne des Gesamtwohles der Bevölkerung. Wir sehen dies genau umgekehrt – im Sinne des Gesamtwohles ist ein nachhaltiger Umgang mit Grünflächen. Zumal es für Unternehmen Alternativen in gewidmeten Betriebsgebieten gibt.

...Den Umgang mit bestem Boden

Bei der geplanten Umwidmung würde bester Boden (nur 15 % der Böden in Vorarlberg weisen dieselbe hohe Bodenqualität aus) für immer verloren gehen, die Sicherung der Nahrungsmittelversorgung aus dem eigenen Land darf nicht weiter gemindert werden. Schon jetzt müssen wir einen zu großen Anteil an Nahrungsmitteln importieren, im Krisenfall hat die Abhängigkeit vom Ausland ungeahnte Folgen.

...das landschaftsbild

Im bisherigen Naherholungsgebiet in Weiler soll ein Industriepark entstehen, der größer ist als das Messeparkgelände samt Parkplätzen!

...die Unterschätzung der Wichtigkeit unverbauter Böden in Bezug auf die Klimaänderung


Ungewöhnliche Wetterereignisse nehmen zu, die weitere Versiegelung von Böden verschlimmert die Auswirkungen.

In Vorarlberg gibt es derzeit rund 2.900.000 m² gewidmete ungenutzte Betriebsfläche. Trotzdem sollen 45.000 m² Landesgrünzone umgewidmet und somit verschwendet werden. Das entspricht mehr als 6 Fußballfelder an verlorener Grünfläche. Wir sagen NEIN zum Ausverkauf der Landesgrünzone aus rein wirtschaftlichen Interessen.

Wir sagen nein!

ausserdem machen wir uns sorgen über...